Vögel & Glas

Das Problem

Jedes Jahr sterben mehrere Hundert Millionen Vögel durch den Aufprall auf Glasflächen, die der Mensch erbaut hat. Vogelschlag ist somit ein wesentlicher Faktor im Rückgang der weltweiten Vogelpopulation. Darüber hinaus setzen diese Kollisionen die empfindlichen Tiere einem vorzeitigen und grausamen Tod aus – verursacht durch Glasverkleidungen auf verschiedenen Bauelementen,  von hohen Wolkenkratzern sowie  normalen Wohnhausfenstern oder  Balkonbrüstungen. Vogelschlag findet unabhängig von Art, Geschlecht, Alter der Vögel, Geografie oder Jahreszeiten statt. Er ist eine permanente Bedrohung für alle Vögel.

Die reflektierenden und transparenten Eigenschaften des Glases machen Fenster und Fassaden für Vögel gefährlich. Sie sehen Vegetation oder den  Himmel gespiegelt in einem Fenster und fliegen darauf  zu wie auf reale Objekte. Vögel halten Fenster oder Glasflächen auch manchmal für mögliche Flugwege ins Freie. Sie nehmen sie nicht als  Hindernis wahr und fliegen dadurch direkt in das Glas. Die Folgen sind fatal: Entweder der Vogel stirbt sofort oder wird durch die schweren Verletzungen zu leichter Beute.

Die Herausforderung

Glas ist ein Designelement, das viele Zwecke erfüllt. Es verleiht zum Beispiel ein Gefühl der Offenheit, lässt natürliches Licht in ein Gebäude und leistet auch thermischen Schutz vor Hitze und Kälte. Die Fortschritte in der Glastechnologie machen es zu einem idealen Bau- und Designmaterial. Selbst die nachhaltigen Bauprinzipien, die sich auf Energieeffizienz durch Einsatz natürlicher Lichtquellen fokussieren und zu mehr und mehr Verwendung von Glas in der Architektur führen, schaffen immer gefährlichere Bedingungen für Vögel.

In den letzten Jahren hat das Thema Vogelschlag immer mehr Aufmerksamkeit bekommen und das Bewusstsein für das Problem ist gestiegen. Nicht nur in der Architektur und im Baugewerbe wurden Forderungen nach der Einführung von Bau- und Designelementen laut, die dem Schutz der Vögel dienen, sondern auch in den Regierungen und Stadtverwaltungen verschiedener Länder und Städte. Als Vorreiter gelten die USA, wo in vielen Städten und Staaten bereits freiwillige und manchmal auch gesetzlich vorgeschriebene vogelfreundliche Designpraktiken angenommen wurden. Dazu gehört auch die Verwendung vogelsicherer Verglasungen und Beleuchtungselemente. Darüber hinaus hat das LEED Programm des U.S. Green Building Council in seinem Bewertungssystem den Innovationsbonus „Pilot Credit 55: Vogelkollisionen vermeiden“ eingeführt. Das hat einen wichtigen Anreiz für Architekten und Gebäudeeigentümer geschaffen, das Bauvorhaben so zu planen, dass es dem Schutz der Vögel dient.

Die Lösung

Da Vögel im Gegensatz zu Menschen nicht die Fähigkeit besitzen,  ein  Bauteil aus Glas als Hindernis zu erkennen, muss etwas getan werden, um „visuelle Geräusche“ auf dem Glas zu erzeugen – Muster, die Vögel erkennen können.

Es gibt viele Strategien, um vogelfreundliche Muster auf vorhandenen oder neuen Glasflächen einzusetzen, aber es ist wichtig, die „2“ x 4“-Regel“ zu beachten, nach der Muster nicht weiter als etwa 5 cm in horizontaler und 10 cm in vertikaler Richtung voneinander entfernt sein sollten, um  Vogelschlag effektiv zu verhindern.

Der 3-Säulen-Ansatz

Arnold Glas engagiert sich für die Unterstützung der sogenannten 3 Säulen der vogelfreundlichen Architektur: Bewusstsein und Verständnis für das Problem des Vogelschlags schaffen, vogelfreundliche Verglasungslösungen bereitstellen und ein Umdenken im Architekturdesign und bei den Baupraktiken erreichen. Diese drei Dinge sind essentielle Elemente, wenn es darum geht, etwas zu verändern. Vertreter aller drei Säulen müssen eng miteinander zusammenarbeiten, da einer ohne den anderen das Ziel nicht erreichen kann.

 

ORNILUX hat von der Künstlerin Miranda Brandon die Genehmigung erhalten, diese Abbildung aus ihrem Werk Impact zu verwenden. Ihre Bilder wurden kürzlich im Bell Museum of Natural History in Minneapolis ausgestellt und erhalten zunehmende Anerkennung. Bilder aus Impact sind national gezeigt worden und wurden in der September/Oktober-Ausgabe des Audubon Magazine abgebildet. Nachstehend eine Aussage der Künstlerin:

 „2013 begann die Künstlerin Miranda Brandon damit, Bilder  zu machen, die die Probleme abbilden,  die aus der Art und Weise entstehen, auf die sich der Mensch seinen Lebensraum mir anderen, nichtmenschlichen Lebewesen teilt.. Als Freiwillige machte Brandon für Audubon Aufnahmen von Vögeln, die ihren vorzeitigen Tod beim Aufprall auf Fensterflächen fanden. Die großformatigen Fotografien erwecken die Aufmerksamkeit für diese häufig vorkommenden, aber wenig bekannten Tragödien und verleihen der Bedrängnis dieser Vögel eine Stimme; sie bestätigen den Verlust ihrer Leben.“

Miranda Brandon
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