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Vogel- und Umweltstation Regenstauf verzeichnet 20.000 Besucher pro Jahr

Glasarchitektur und Vogelschutz vereint

REGENSTAUF. 20.000 Besucher und über 100 Besuchergruppen pro Jahr verzeichnet die Anlaufstation des Bayerischen Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Regenstauf. Die Vogelwarte in dem oberpfälzi-schen Ort bei Regensburg ist Anlaufstelle für kranke, verunfallte und verwaiste Vögel, fast alle hilfsbedürftigen Tiere aus Ostbayern werden hier gepflegt – 500 bis 700 sind es pro Tag. Im Sommer 2009 wurde in Gegenwart von Staatsminister Dr. Markus Söder und Regierungsvize-präsident Johann Peißl der neue, repräsentative Nachbar des Gebäu-des offiziell eingeweiht: Ein Bürogebäude bietet Schulklassen und Experten Raum für Vorträge und Tagungen. Der moderne Bau verbin-det attraktive Architektur mit ökologischem Anspruch. Unter anderem mit dem einzigen wissenschaftlich geprüften - und ohne störende Be-druckung - auskommende Vogelschutzglas „Ornilux“.

Das Büro- und Schulungsgebäude ist ein umweltfreundlicher Holzrahmen-bau mit Pelletsheizung und einem Pultdach, das mit einer Photovoltaikanlage umweltfreundlichen Strom produziert. Der Veranstal-tungssaal, ein lichtdurchfluteter Glasvorbau und ein überdachtes grünes Klassenzimmer dienen als Tagungs- und Schulungsräume. Umweltfreundlich ist auch der Tiefbau: Der LBV verzichtete auf Aushub, die Bodenplatte hat frosttiefe Fundamente und eine Glasschüttung aus Altglas als Isolierung.

Das Vogelschutzglas Ornilux des baden-württembergischen Glasveredlers Arnold Glas sorgt dafür, dass das Zentrum für Vögel sicher ist – eine bisher schwierige Herausforderung, verenden doch täglich alleine in Deutschland hunderte Vögel am so genannten „Vogelschlag“. Deshalb ließ der LBV Ornilux nicht nur in der Umweltstation Ornilux einbauen, sondern ist auch eine Partnerschaft mit dem Unternehmen zum Thema Vogelschutz eingegangen.

„Alleine in Deutschland finden täglich hunderte Vögel den Tod an einer Glasfläche, ganze Arten werden gefährdet. Wir waren schon lange auf der Suche nach einer Lösung seitens der Glasindustrie“, erklärt Dr. Christian Stierstorfer vom LBV. „Mit dem Vogelschutzglas Ornilux gibt es nun endlich ein wirksames Spezialglas, welches wir in der LBV-Mitgliederzeitschrift und in einer Broschüre Bauherren und Bauämtern vorstellen. LBV-Mitarbeiter und -Mitglieder informieren Ämter, Architekten und Privatpersonen über die Vorteile des Spezialglases. Weitere Kontakte zu anderen europäischen Naturschutzorganisationen sind geplant.“ Dabei scheint die Wirkungsweise auf den ersten Blick einfach: Das transparente Glas ist mit einer speziellen, unauffälligen Beschichtung versehen, die Ultraviolett (UV)-Licht für Vögel sichtbar macht. Denn im Gegensatz zum Menschen sind Vögel in der Lage, UV-Licht zu sehen.

Wissenschaftlich getestet, preisgekrönt und 2009 weiter verbessert.

Den Nachweis, dass das bislang konkurrenzlose Vogelschutzglas funktio-niert, erbrachten Versuche der Vogelwarte Radolfzell, die unter dem Dach des Max Planck Instituts für Ornithologie integriert ist. Das Glas wurde auf-grund seiner UV optischen Wirkung in den Versuchen als Hindernis erkannt und kann somit helfen, den Vogelschlag an Gebäuden, Schallwänden oder Glasflächen im privaten Hausbau zu vermeiden. Auch in den USA ist das Produkt bereits gefragt und schützt unter anderem das Verwaltungsgebäu-de des New Yorker Zoos. Ornilux erhielt unter anderem den „Innovationspreis Architektur und Bauwesen“ sowie den „Innovationspreis 2007 Industrie“ im Bereich Umwelttechnik der Initiative Mittelstand. Nach der Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland wurde Ornilux schließlich von der Tierschutzorganisation PeTa ausgezeichnet. Seit Sommer 2009 steht die überarbeitete Serie „Ornilux Mikado“ zur Verfügung, die durch ihr gezacktes Muster noch unauffälliger ist als die erste ORNILUX-Generation.



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